Missionarin in Europa

Europa – ein Missionskontinent!?

„Mit 0,04% ist das Wachstum der Christen auf keinem anderen Kontinent so tief wie in Europa.“ (European Believers Report 2007)Diese schonunglosen Fakten machen mich betroffen und stellen uns Christen vor eine große Herausforderung. Was ist aus dem Westen geworden, von dem aus mutige Missionare das Evangelium in alle Welt trugen? Europa durchlebt rasante Veränderungen, sowohl gesellschaftlich, wirtschaftlich als auch politisch. Unser Kontinent ist offen für Neues und auf der Suche. Altes, Traditionelles hat ausgedient. Gleichzeitig macht sich Unsicherheit breit: Wie werden wir in zwanzig oder fünfzig Jahren leben? Wenn so viel im Fluss ist – was hat Bestand? Ich frage mich, was diese Umbrüche für die Kinder und Jugendlichen in Europa bedeuten. Wie finden sie Hoffnung, Orientierung und Werte? Wer nimmt sich Zeit für sie und hilft ihnen, ihr Leben sinnvoll zu gestalten? Von der Kirche werden kaum noch lebensnahe Impulse erwartet.

Was wäre, wenn…?

… von Jungscharen relevante Impulse für Eltern, Gemeinden und die Gesellschaft ausgehen würden? Was wäre, wenn in Europa eine junge Generation mit neuer Leidenschaft für Jesus heranwächst? Was wäre, wenn dies zu Aufbrüchen in Gemeinden führen würde, die wieder Licht und Salz würden? Erahnen wir die Auswirkungen? Gott lebt und ist erlebbar! ER ist Zentrum, Ursprung und Ziel unseres Lebens! Diese Botschaft ist der Kern unserer christuszentrierten, erlebnisorientierten Kinder-/Jugendarbeit – mit unserem internationalen Begriff YOUNGSTARS.

Bald zwanzig Jahre sind seit meinem ersten SOmmerLAger 1988 vergangen und ich bin tief von der Bedeutung der Kinder-/Jugendarbeit berührt! „Wenn eine Person nicht vor dem Alter von 14 Jahren Jesus Christus als ihren Erlöser annimmt, gibt es nur eine geringe Chance, dass sie es jemals tun wird “, lautet ein Ausspruch. Tief sind die Spuren, die Gott auch bei mir durch diese Arbeit hinterließ. Sie sind Teil meines Lebensfundaments, auf dem ich weiter aufbaue – gerade auch durch die Erfahrungen als Mitarbeiter. Was wäre, wenn alle Kinder und Jugendliche in Europa die Möglichkeit hätten, eine Jungschar und ein SOLA zu besuchen? Was würde das langfristig für ihr Leben und Gottes Reich bedeuten? Seit Januar 2008 bin ich beim Missionshaus Wiedenest als Missionarin für JUROPA angestellt. Mit meinem Dienst möchte ich dazu beitragen, dass in jedem Land eine nationale, eigenständige YOUNGSTARS-Bewegung entsteht. In ca. 15 Ländern (auch schon außerhalb der europäischen Grenzen) gib es sog. National Coordinators, mit denen wir als Netzwerk zusammenarbeiten.

Meine Aufgaben sind…

· Promotion der Youngstars-Idee: Öffentlichkeitsarbeit und Reisedienst im In- und Ausland

· Ausbildung: Schulungskurse vorzubereiten und durchzuführen

· Coaching: nationale Strukturen in verschiedenen Ländern beratend aufzubauen sowie Mitarbeiterteams in SOLAs zu unterstützen

· Networking: Partnerschaften zu vermitteln und Einsätze ehrenamtlicher Mitarbeiter zu koordinieren

Vor allem im Sommer verlasse ich meinen Schreibtisch und werde unterwegs sein: nach meinem Kandidatenkurs werde ich Mitte Juni ein nationales SOLA in Italien unterstützen, Juli/August zu einem nationalen Wochenkurs nach Rumänien, wahrscheinlich weiter nach Moldavien, eine Woche später in der Ostslowakei. Im Oktober werde ich mit einigen anderen in Nepal Möglichkeiten andenken.

Laßt Euch ermutigen, an Eurem Platz mit Euren Möglichkeiten Gott in Europa wirken zu lassen!

Es grüßt Euch

Susanne

Sach 4,6:„Nicht durch Macht oder Menschentüchtigkeit (Strategie oder Methoden), sondern durch meinen Geist soll es geschehen, spricht Gott, der Herr Zebaoth.“

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